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  Termine:

  Eisschnelllauf in Turin 11.-24.02.2006

  Weltcupfinale Heerenveen 04.03.2006

  Junioren-WM 11.03.2006

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  14.03.2006 Erfurt

Endlich wieder zu Hause. Anlass war die Merhkampf-Junioren-WM, die in meiner Heimatstadt stattfand. Und wie! Auf 11 der insgesamt 12 Strecken gab es Meisterschaftsbestleistungen, die Landesrekorde und persönlichen Bestleistungen waren gar nicht zu zählen. Hier wächst eine neue starke Generation heran, die uns in den nächsten Jahren viel Freude machen wird.

Ein Beweis? Bei den Männern siegte der favorisierte Norweger Havard Bokko und verbesserte sogar den Bahnrekord der Senioren im Mehrkampf! Das Highlight des Wochenendes lieferte aber - zumindest aus unserer Sicht - die Erfurterin Stephanie Beckert. Über die 3.000 Meter verbesserte den Deutschen Juniorenrekord auf 4.11,86 und erreichte damit einen phantastischen zweiten Platz. Die 17-jährige war auch maßgeblich am guten fünften Platz der Mädchen im Teamwettbewerb beteiligt. Das macht sehr gute Hoffnung auf die nächsten Jahre.


  05.03.2006 Heerenveen

Es bleibt keine Zeit zum Durchatmen oder Aufarbeiten der vergangenen Ereignisse. Gleich nach Ende der Olympischen Spiele eilte ich mit dem großen Troß der Sportler und Journalisten weiter zum Weltcupfinale im holländischen Heerenveen. Wie immer herrschte im Mekka des Eisschnellaufes eine tolle Stimmung. Und wie so oft, meisterten die deutschen Mädchen ihre Aufgaben mit Bravour.

Jenny Wolf konnte mit ihren Weltcupsiegen über 100 und 500 Meter eine erfolgreiche Saison krönen und macht uns Mut für die nächsten Jahre auf den kurzen Distanzen.

Anni Friesinger quälte sich in beeindruckender Manier über die 1.500 Meter. Nachdem ihr der Weltcupgesamtsieg über die 1.000 Meter schon sicher war, gelang ihr eine großartige Revanche im direkten Duell mit Cindy Klassen. Trotz eines Strauchlers in der letzten Runde gewann sie das Rennen und holte sich den zweiten Platz hinter der enorm starken Ireen Wüst. Damit war ihr auch der Titel im Weltcup über diese Distanz sicher.

Alles in allem also ein sehr erfolgreiches Finale. Schade, dass Ani die Weltmeisterschaften in zwei Wochen abgesagt hat - aber angesichts der sehr harten Saison ist das mehr als verständlich.

Herzlichen Glückwunsch an unsere beiden Weltcupsieger.


  26.02.2006 Turin

Was war das gestern für ein Wettkampf zum Abschluss der Eisschnelllaufwettbewerbe! Die 5.000 Meter der Frauen waren so spannend wie noch nie.

Auf der Tribüne konnte ich zunächst gemeinsam mit dem Bundesinnenminister den fantastischen Lauf von Daniela Anschütz-Thoms verfolgen, die als erste unter 7:03 Minuten lief und sehr starke Läuferinnen damit hinter sich gelassen hatte. Vor den zwei ausstehenden Läufen hatte sie sich damit bereits den sehr guten fünften Platz erobert.

Anschließend Cindy Klassen: so einen schnellen Angang hatte ich noch nicht erlebt. Stellenweise lag Cindy mehrere Sekunden unterhalb der Zeit von Daniela. Erst in der letzten Runde verließen sie die Kräfte. In ihrem Sog zog auch die absolut talentierte Martina Sablikova (CZE) an der Erfurterin vorbei auf Platz (schließlich) vier.

Dann das letzte Rennen: Clara Hughes gegen Claudia Pechstein, die mit dem großen Ballast starker Atemprobleme und fordernder Erwartungen an den Start ging. Beide liefen ein taktisch kluges Rennen, Claudia immer etwas vorneweg. Der Abstand zur Zeit von Cindy war anfangs zwar groß, nahm dann aber immer mehr ab. Es war deutlich zu sehen, wie sich die beiden letzten Läuferinnen ihr Rennen eingeteilt hatten und zum Schluß noch Luft hatten für schnelle Runden.

In der letzten Runde kam Clara noch an Claudia vorbei und errang somit ihr verdientes Olympiagold - ich aber ziehe den Hut insbesondere vor der Berlinerin, die hier keinesfalls Gold verloren sondern eine extrem hart erarbeitete Silbermedaille gewonnen hatte. Und natürlich auch vor der Klasseleistung von Daniela.

Alles in allem also ein gelungener Höhepunkt zum Abschluss der Wettkämpfe. Nun freue ich mich noch auf die mit Spannung erwartete Abschlussfeier, die bestimmt ebenso gut wird, wie die interessante Eröffnung.


  23.02.2006 Turin

Leider hat es gestern abend für Anni nicht gereicht. Das es ausgerechnet zum zweiten Mal der "undankbare" vierte Platz wurde ist schon sehr hart.

Dabei lief es am Anfang sehr gut. Nachdem Kristina Groves (CAN, Silber) mit ihren 1:56,47 gleich Bahnrekord vorgelegt hatte, lief Anni im vorletzten Rennen gegen die spätere Siegerin Cindy Klassen (CAN). Bis zur Mitte des Rennens lagen beide dicht an dicht und die Zeiten waren sehr vielversprechend. Doch in der letzten Runde konnte Anni dem Stehvermögen der Kanadierin (1xGold, 2xSilber und 1xBronze bei diesen Spielen) nichts mehr entgegensetzen.

Cindy lief erneut einen - phänomenalen - Bahnrekord und Anni musste ihrem ständigen Husten und den schweren Beinen Tribut zollen. Klar hatte sie mit einer Medaille geliebäugelt, aber gegen die beiden Läuferinnen aus Kanada war zumindest an diesem Tag kein Kraut gewachsen.

Anni musste dann auch noch miterleben, wie die starke Ireen Wüst (NDL) im letzten Rennen noch auf den Bronzeplatz lief. Ireen war noch in ihrer Auslaufrunde als Anni sofort den Siegerinnen gratulierte.

Sie hat schon Recht, als Sie in einem Interview sagte: "Es ist aber kein Drama - das Leben geht weiter". Und angesichts ihrer überragenden Saison hat sie damit vollkommen recht.

Daniela Anschütz-Thoms (10.) und Lucille Opitz (30.) haben sich mit ihren Ergebnissen gut behauptet. Und obwohl Anni sehr skeptisch auf die noch ausstehenden 5.000 Meter blickte, können wir trotzdem gespannt sein auf weitere interessante Rennen.

Endlich Gold für Cindy Klassen.

  22.02.2006 Turin

Selten habe ich einen solch spannenden Wettkampf gesehen: die 1.500 Meter der Herren waren ein Herzschlagfinale und fanden im jungen Enrico Fabris einen ebenso strahlenden wie verdienten Sieger. Favoriten auf dieser harten Strecke gab es einige: die Amerikaner Chad Hedrick (3.), Shani Davis (2.), die starken Holländer oder die guten Russen. Doch Enrico Fabris hat es am besten verstanden, die Geschwindigkeit in der letzten - und auf dieser Distanz geradezu mörderischen Runde - zu halten.

Unsere Männer Stefan Heythausen (26.), Robert  Lehmann (36.) und Jörg Dallmann (37.) haben sich mit guten Zeiten achtbar aus der Affaire gezogen.

Und heute steht diese Strecke, die den Athleten alles abverlangt, auf dem Programm der Damen. So wie es aussieht, wird Anni Friesinger trotz Ihrer Asthmaprobleme an den Start gehen, während Sabine Völker und Claudia Pechstein wohl leider verzichten müssen. Ich bin auf den Ausgang des gegen 16 Uhr startenden Wettkampfes sehr gespannt.

Olympiasieg für Enrico Fabris.

  19.02.2006 Turin

Mein Gott, war das knapp. Ganze sieben Hundertstel fehlten Anni Friesinger zur Goldmedaille über 1.000 Meter. In einem hochklassigen und spannenden Wettkampf siegte die sympathische Marianne Timmer aus den Niederlanden mit 1:16,05 vor Cindy Klassen (Kanada, 1:16,09). Und Anni gewann Bronze!

Das ist alles andere als eine Enttäuschung sondern eine Klasse Leistung. Das sollte man anerkennen und sich mit Anni freuen.

Und ich freue mich ebenso wie Anni über den Sieg ihrer Freundin Marianne, die einige Tage vorher noch über die 500 Meter disqualifiziert wurde und sich heute auf solch eindrucksvolle Weise zurückmeldete. Und schön fand ich auch die "Anni, Anni"-Rufe nach dem Rennen - dargeboten von den zahlreichen holländischen Eislauffans. Das ist Olympia!

Knapp daneben: Anni Friesinger nach den 1.000 Metern.

  16.02.2006 Turin

GOLD! Sieg für die deutschen Damen im Teamwettbewerb! Was für eine Leistung, was für eine Dramatik. Nachdem im Halbfinale die russische Mannschaft überraschend deutlich mit fast 5 Sekunden Vorsprung geschlagen werden konnte, ging es kurz nach halb sieben am Abend gegen die Kanadierinnen, die sich klar gegen Japan durchsetzten.

Unsere Mädchen starteten furios und konnten ihren Vorsprung Runde für Runde um einige Zehntel ausbauen. Kurz vor dem Ziel war klar, dass nur noch ein Sturz den Sieg verhindern konnte. Wenig später liefen die "Golden Girls" mit 1,66 Sekunden Vorsprung ins Ziel.

Und das trotz aller dramatischen Umstände. Claudia hatte arg mit ihrem Asthma zu kämpfen und Daniela (die erst vor wenigen Wochen geheiratet hatte) lief ihr mittlerweile viertes hartes Rennen in zwei Tagen. Anni musste also vor allem Lokomotive spielen und das gelang ihr hervorragend.

Ich freue mich für die Mädchen und bin sehr stolz auf diesen Erfolg. Und ich glaube, dass dieser Sieg die nötige Lockerheit für die kommenden Aufgaben geben wird. Herzlichen Glückwunsch an:

  • Anni Friesinger
  • Claudia Pechstein
  • Daniela Anschütz-Thoms
  • Sabine Völker
  • Lucille Opitz

Und wir wollen auch nicht vergessen, dass unsere Männer Jens Boden, Tobias Schneider, Robert Lehmann, Stefan Heythausen einen guten 7. Platz erreicht haben.

Gold für Deutschland in der Mannschaftsverfolgung.

  15.02.2006 Turin

Was für ein Wettkampf: der Teamwettbewerb der Frauen hält, was er verspricht. Nachdem Sabine Völker, Daniela Anschütz und Lucille Opitz mit der fünftbesten Zeit die Vorrunde gut überstanden, sahen sich Anni Friesinger, Claudia Pechstein und Daniela Anschütz im Viertelfinale ausgerechnet den Holländerinnen gegenüber.

Einen solch starken Gegner wollten unsere Damen nicht gleich in dieser frühen Phase bekommen. Aber sie schafften die kleine Sensation: mit mehr als zwei Sekunden Vorsprung distanzierten sie die Mannschaft aus den Niederlanden, in der keine Geringeren als Renate Groenewold, Paulien van Deutekom und Ireen Wüst liefen. Trotz einiger Wackler und der ständigen Sturzgefahr bauten sie den am Anfang eroberten Vorsprung immer weiter aus und siegten verdient. Das war eine großartige Leistung!

Nun steht morgen das Halbfinale an. Während es die Kanadierinnen mit den Damen aus Japan zu tun bekommen, müssen sich unsere Mädchen mit der Mannschaft aus Russland auseinandersetzen. Die Russinnen stellen eine starke und kompakte Mannschaft. Wer neben Yekaterina Abramova laufen wird, ist noch unklar. Egal, ob es sich um Galina Likhachova, Yekaterina Lobysheva, Varvara Barysheva oder Svetlana Vysokova handelt - in jedem Fall wird das ein harter Kampf werden. Nach den Zeiten der zwei ersten Läufe zu urteilen, sehe ich leichte Vorteile auf der deutschen Seite und wenn die Leistung vom Viertelfinale wiederholt wird, können wir das Finale erreichen.

Dort würde vermutlich Kanada auf unsere Damen warten. Die Läuferinnen aus Nordamerika sind klare Favoriten im Kampf mit den Japanerinnen, die nur durch einen Sturz einer norwegischen Läuferin das Halbfinale erreichten. Aber auch hier kann man nicht wissen ...

Es wird sehr sehr spannend. Vermutlich bin ich aufgeregter, als unsere Frauen auf dem Eis, aber ich werde nicht vergessen, Euch umgehend über den Ausgang zu informieren.

Teamwettbewerb

  15.02.2006 Turin

Gestern standen die 500 Meter der Damen auf dem Programm. Und mit der Weltcupführenden Jenny Wolf hatten wir ein heißes Eisen im Feuer. Sie hatte in der letzten Zeit an Konstanz gewonnen und stellte das mit der besten Startzeit  im ersten Lauf erneut unter Beweis. Doch leider konnte Sie das Tempo nicht mit in die zweite und entscheidende Kurve mitnehmen und landete so mit 47 Hundertstel Rückstand auf Platz 7.

Der zweite Lauf stand ganz im Zeichen der Aufholjagd. Hier war Jenny besser und konnte sich insgesamt auf den 6. Platz vorschieben. Schade, aber angesichts der starken Konkurrenz aus Russland, China, Japan und Korea kein Grund traurig zu sein. Jenny hat gekämpft und eine gute Platzierung geholt. Ein weiterer Trost dürfte sein, dass ihr der Weltcup in dieser Diszpiplin nicht mehr zu nehmen sein dürfte.

Stark über die Kurzstrecken: Jenny Wolf

  14.02.2006 Turin

Es gibt etwas Neues im olympischen Eisschnellauf - den Teamwettbewerb. Morgen und übermorgen geht es für die deutschen Damen zunächst in die Qualifikation, dann in das KO-System und danach - hoffentlich - bis ins Finale. Alle sind fasziniert von dem neuen Wettkampfmodell gespannt über das Abschneiden unserer Teilnehmer angesichts der starken Konkurrenz aus den Niederlanden und Kanada.

Und zum Auftakt geht es ausgerechnet gegen die Niederlande. Hier werden wohl Daniela Anschütz, Lucille Opitz und Sabine Völker an den Start gehen. Dieser erste Lauf legt dann auch die Startaufstellung für das Viertelfinale fest. Hier werden Anni Friesinger und Claudia Pechstein in den Wettbewerb eingreifen. Als Weltcupsiegerinnen sind sie mit Daniela Anschütz nach der Papierform der Favorit. Aber es gilt, in jedem der 4 Rennen starke Gegnerinnen zu schlagen, um die Goldmedaillen in Empfang nehmen zu können.

Gespannt und schon etwas aufgeregt ist

Eure Gunda


  12.02.2006 Turin

Was für ein dramatischer Tag für die deutsche Mannschaft. Die Rennrodler fuhren knapp an den Medaillen vorbei, Evi Sachenbacher durfte in ihrer Paradedisziplin völlig unverständlich nicht starten (das Wort "Schutzsperre" hat nun einen sehr sarkastischen Beigeschmack) und beim Eisschnellauf reichte es für Anni, Claudia und Daniela "nur" zu den Plätzen 4 bis 6.

Das war tragisch. Es ist jetzt aber absolut nicht die Zeit, die engagiert kämpfenden Sportlern zu kritisieren und sie dadurch unter noch größeren Druck zu setzen. Denn noch bestehen Aussichten auf Medaillen und Anni hat völlig recht, wenn sie in einem Interview meinte, dass man eben auf den anderen Distanzen angreifen müsse. Und ich bin davon überzeugt, dass sie es schaffen werden, die eine oder andere Medaille zu holen. Auch und gerade gegen eine starke Konkurrenz vor allem aus den Niederlanden und Kanada.

Unsere Läuferinnen brauchen jetzt unsere Unterstützung und sie werden sie von den Fans in der wunderschönen Halle bekommen.

 

Ireen Wüst: Siegerin über 3.000 Meter.

  11.02.2006 Turin

Eingerahmt von den tollen deutschen Erfolgen im Biathlon und der Kombination begannen die Wettkämpfe im Eisschnellauf. Auf dem Programm standen zunächst die 5.000 Meter der Herren und ich konnte als Expertin für das ZDF dabeisein.

Zunächst gab es einige Irritationen wegen dem Eis. Vor den Spielen konnte ich es testen und kann sagen, dass die Gastgeber, unterstützt von einem der weltbesten Eismeister, im Oval Lingotto einen guten Job gemacht haben.

Die 5.000 Meter waren der von allen erwartete spannende Krimi. Unser teilnehmer Jens Boden schlug sich wacker und kämpfte engagiert um seine Chance auf die 10.000 Meter. Dazu musste er Platz 16 erreichen, verfehlte aber diesen Platz um einige Sekunden und wurde nach bravourösem Auftritt 20.

Vorn gewann der Amerikaner Chad Hedrick mit knapp 2 Sekunden Vorsprung vor Sven Kramer (NED). Eine Art "Fotofinish" gab es beim Kampf um Platz 3.  Mit sage und schreibe 0,59 Sekunden setzte sich Enrico Fabris vor Carl Verheijen (NED) durch und holte die erste Medaille für das Gastgeberland.

Das war ein gelungener Auftakt für die Wettkämpfe im Eisschnelllauf. Morgen greifen über die 3.000 Meter unsere Damen uns Geschehen ein.

 

Chad Hedrick: Sieger über 5.000 Meter.

  11.02.2006 Turin

Was für eine Eröffnungsfeier! Einfallsreich, bunt und voller Charme. Im Gegensatz zu früheren Eröffnungen konnten die Sportler bereits frühzeitig einmarschieren und mitten im Zentrum der riesigen Bühne an der Zeremonie teilnehmen.

Die Gastgeber haben sich einiges einfallen lassen: eine einzigartige Form, das olympische Feuer zu entzünden, Reisen durch die Geschichte des Piedmont, eine Referenz an die Autostadt Turin (und natürlich an Ferrari) und andere zahlreiche Präsentationen.

Besonders beeindruckend fand ich, wie die olympischen Ringe zusammenmontiert wurden. Zuerst schienen viele "Arbeiter" an großen Lampenringen zu arbeiten und auf einmal erstrahlte das Symbol der olympischen Spiele über dem Eingang, durch den kurz darauf auch die farbenfrohe deutsche Mannschaft mit deutschen und italienischen Fähnchen das Stadion betrat.

Genial fand ich auch die Idee, eine Sportart darzustellen. Von oben sah man zunächst nur das Gewusel vieler Darsteller und eine Art Plane, die sich als Schanze entpuppte. Von dieser "sprang" dann ein Skispringer - dargestellt von etwa hundert Teilnehmern - und man konnte bis zur Landung alle Flugphasen verfolgen. Klasse!

Berührend dann auch die Szene, in der an einer Wand Kletterer zunächst Sterne darzustellen schienen und dann in atemberaubender Geschwindigkeit eine Taube formten.

Alles in allem ein wunderschöner Auftakt für die zwanzigsten Winterspiele. Und ich glaube, dass im Gegensatz zu allen Unkenrufen die Begeisterung für Olympia keine Grenzen kennt.

Grandiose Olympia-Eröffnungsfeier in Turin.

  07.02.2006 Turin

Nur noch drei Tage bis Olympia. Bin gerade angekommen und werde Euch sobald wie möglich über alles wichtige informieren.

Eure Gunda.


  26.01.2006 Erfurt/Turin

Nur noch wenige Tage, dann geht es los ...

Am 10.02.2006 beginnen die Olympischen Winterspiele in Turin. Natürlich hätte ich die Spiele lieber als Athletin erlebt, wäre  mit der Mannschaft bei der Eröffnung im Stadio Communale gewesen, hätte im Olympischen Dorf gewohnt und mich mit den Besten der Welt gemessen. Doch Dank des ZDF bin ich doch dabei und darf einige der spannendsten Wettkämpfe mit moderieren.

Und das in einer wunderschönen Halle - dem Oval Lingotto. Gleich neben dem olympischen Dorf mitten in der Stadt gelegen bietet es 8.000 Zuschauern Platz. Hier finden alle Eisschnelllaufwettbewerbe statt, die das ZDF im Wechsel mit der ARD überträgt. Gleich daneben befindet sich übrigens die alte und immer noch imposante Anlage der FIAT-Werke mit der privaten Teststrecke. Die genauen Termine findet hier hier.

Sobald ich dazu komme, werde ich Euch natürlich mit Bildern aus der tollen Stadt, den Wettkämpfen und interessanten Menschen zur Verfügung stellen. Ich freue mich riesig auf diese Aufgabe.


  24.01.2006 Erfurt

Meine neuen Aufgaben

Nach meinem Rücktritt ist es an der Zeit, nach vorn zu schauen. Neue spannende und interessante Aufgaben warten auf mich. Für das ZDF werde ich in der nächsten Zeit als Expertin und Co-Moderatorin unterwegs sein - vor allem bei den bald beginnenden Olympischen Spielen.

Außerdem beginnt ab April meine neue Karriere als Trainerin in Thüringen. Es ist eine große Herausforderung, junge Sportler zu trainieren, ihre Leistungspotentiale zu entdecken und zu fördern, Werte zu vermitteln, Erfolge und Niederlagen zu durchleben ... Kürzlich musste ich daran denken, wie dankbar ich meinen Trainern war, die mehr taten, als Zeiten zu messen und mich anzutreiben. Und ich musste auch daran denken, dass ich manchmal ganz schön sauer war, wenn der Trainer anderer Auffassung war als ich oder noch ein paar Runden mehr wollte. Und nun stehe ich bald auf der anderen Seite der Bande ...

Damit ich auch theoretisch auf dem neuesten Stand bin, drücke ich bis April 4x im Monat berufsbegleitend in der Trainerakademie in Köln die Schulbank.

Alles in allem gibt es also viel zu tun. Ich halte Euch auf dem Laufenden.


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