Endlich wieder zu Hause. Anlass war die
Merhkampf-Junioren-WM, die in meiner Heimatstadt stattfand. Und wie! Auf 11 der
insgesamt 12 Strecken gab es Meisterschaftsbestleistungen, die Landesrekorde und
persönlichen Bestleistungen waren gar nicht zu zählen. Hier wächst eine neue
starke Generation heran, die uns in den nächsten Jahren viel Freude machen
wird.
Ein Beweis? Bei den Männern siegte der favorisierte Norweger Havard Bokko und
verbesserte sogar den Bahnrekord der Senioren im Mehrkampf! Das Highlight des
Wochenendes lieferte aber - zumindest aus unserer Sicht - die Erfurterin
Stephanie Beckert. Über die 3.000 Meter verbesserte den Deutschen Juniorenrekord
auf 4.11,86 und erreichte damit einen phantastischen zweiten Platz. Die
17-jährige war auch maßgeblich am guten fünften Platz der Mädchen im
Teamwettbewerb beteiligt. Das macht sehr gute Hoffnung auf die nächsten
Jahre.
05.03.2006 Heerenveen
Es bleibt keine Zeit zum Durchatmen oder Aufarbeiten der
vergangenen Ereignisse. Gleich nach Ende der Olympischen Spiele eilte ich mit
dem großen Troß der Sportler und Journalisten weiter zum Weltcupfinale im
holländischen Heerenveen. Wie immer herrschte im Mekka des Eisschnellaufes eine
tolle Stimmung. Und wie so oft, meisterten die deutschen Mädchen ihre Aufgaben
mit Bravour.
Jenny Wolf konnte mit ihren Weltcupsiegen über 100 und 500 Meter eine
erfolgreiche Saison krönen und macht uns Mut für die nächsten Jahre auf den
kurzen Distanzen.
Anni Friesinger quälte sich in beeindruckender Manier über die 1.500 Meter.
Nachdem ihr der Weltcupgesamtsieg über die 1.000 Meter schon sicher war, gelang
ihr eine großartige Revanche im direkten Duell mit Cindy Klassen. Trotz eines
Strauchlers in der letzten Runde gewann sie das Rennen und holte sich den
zweiten Platz hinter der enorm starken Ireen Wüst. Damit war ihr auch der Titel
im Weltcup über diese Distanz sicher.
Alles in allem also ein sehr erfolgreiches Finale. Schade, dass Ani die
Weltmeisterschaften in zwei Wochen abgesagt hat - aber angesichts der sehr
harten Saison ist das mehr als verständlich.
Herzlichen Glückwunsch an unsere beiden Weltcupsieger.
26.02.2006 Turin
Was war das gestern für ein Wettkampf zum Abschluss der
Eisschnelllaufwettbewerbe! Die 5.000 Meter der Frauen waren so spannend wie noch
nie.
Auf der Tribüne konnte ich zunächst gemeinsam mit dem
Bundesinnenminister den fantastischen Lauf von Daniela Anschütz-Thoms verfolgen,
die als erste unter 7:03 Minuten lief und sehr starke Läuferinnen damit hinter
sich gelassen hatte. Vor den zwei ausstehenden Läufen hatte sie sich damit
bereits den sehr guten fünften Platz erobert.
Anschließend Cindy Klassen: so einen schnellen Angang hatte ich noch nicht
erlebt. Stellenweise lag Cindy mehrere Sekunden unterhalb der Zeit von Daniela.
Erst in der letzten Runde verließen sie die Kräfte. In ihrem Sog zog auch die
absolut talentierte Martina Sablikova (CZE) an der Erfurterin vorbei auf Platz
(schließlich) vier.
Dann das letzte Rennen: Clara Hughes gegen Claudia Pechstein, die mit dem
großen Ballast starker Atemprobleme und fordernder Erwartungen an den Start
ging. Beide liefen ein taktisch kluges Rennen, Claudia immer etwas vorneweg. Der
Abstand zur Zeit von Cindy war anfangs zwar groß, nahm dann aber immer mehr ab.
Es war deutlich zu sehen, wie sich die beiden letzten Läuferinnen ihr Rennen
eingeteilt hatten und zum Schluß noch Luft hatten für schnelle Runden.
In der letzten Runde kam Clara noch an Claudia vorbei und errang somit ihr
verdientes Olympiagold - ich aber ziehe den Hut insbesondere vor der Berlinerin,
die hier keinesfalls Gold verloren sondern eine extrem hart erarbeitete
Silbermedaille gewonnen hatte. Und natürlich auch vor der Klasseleistung von
Daniela.
Alles in allem also ein gelungener Höhepunkt zum Abschluss der Wettkämpfe.
Nun freue ich mich noch auf die mit Spannung erwartete Abschlussfeier, die
bestimmt ebenso gut wird, wie die interessante Eröffnung.
23.02.2006 Turin
Leider hat es gestern abend für Anni nicht gereicht. Das
es ausgerechnet zum zweiten Mal der "undankbare" vierte Platz wurde ist schon
sehr hart.
Dabei lief es am Anfang sehr gut. Nachdem Kristina Groves (CAN, Silber) mit
ihren 1:56,47 gleich Bahnrekord vorgelegt hatte, lief Anni im vorletzten Rennen
gegen die spätere Siegerin Cindy Klassen (CAN). Bis zur Mitte des Rennens lagen
beide dicht an dicht und die Zeiten waren sehr vielversprechend. Doch in der
letzten Runde konnte Anni dem Stehvermögen der Kanadierin (1xGold, 2xSilber und
1xBronze bei diesen Spielen) nichts mehr entgegensetzen.
Cindy lief erneut einen - phänomenalen - Bahnrekord und Anni musste
ihrem ständigen Husten und den schweren Beinen Tribut zollen. Klar hatte sie mit
einer Medaille geliebäugelt, aber gegen die beiden Läuferinnen aus Kanada war
zumindest an diesem Tag kein Kraut gewachsen.
Anni musste dann auch noch miterleben, wie die starke Ireen Wüst (NDL) im
letzten Rennen noch auf den Bronzeplatz lief. Ireen war noch in ihrer
Auslaufrunde als Anni sofort den Siegerinnen gratulierte.
Sie hat schon Recht, als Sie in einem Interview sagte: "Es ist aber kein
Drama - das Leben geht weiter". Und angesichts ihrer überragenden Saison hat sie
damit vollkommen recht.
Daniela Anschütz-Thoms (10.) und Lucille Opitz (30.) haben sich mit
ihren Ergebnissen gut behauptet. Und obwohl Anni sehr skeptisch auf die noch
ausstehenden 5.000 Meter blickte, können wir trotzdem gespannt sein auf weitere
interessante Rennen.
22.02.2006 Turin
Selten habe ich einen solch spannenden Wettkampf
gesehen: die 1.500 Meter der Herren waren ein Herzschlagfinale und fanden im
jungen Enrico Fabris einen ebenso strahlenden wie verdienten Sieger. Favoriten
auf dieser harten Strecke gab es einige: die Amerikaner Chad Hedrick (3.), Shani
Davis (2.), die starken Holländer oder die guten Russen. Doch Enrico Fabris hat
es am besten verstanden, die Geschwindigkeit in der letzten - und auf dieser
Distanz geradezu mörderischen Runde - zu halten.
Unsere Männer Stefan Heythausen (26.), Robert Lehmann (36.) und Jörg
Dallmann (37.) haben sich mit guten Zeiten achtbar aus der Affaire gezogen.
Und heute steht diese Strecke, die den Athleten alles abverlangt, auf dem
Programm der Damen. So wie es aussieht, wird Anni Friesinger trotz Ihrer
Asthmaprobleme an den Start gehen, während Sabine Völker und Claudia Pechstein
wohl leider verzichten müssen. Ich bin auf den Ausgang des gegen 16 Uhr
startenden Wettkampfes sehr gespannt.
19.02.2006 Turin
Mein Gott, war das knapp. Ganze sieben Hundertstel
fehlten Anni Friesinger zur Goldmedaille über 1.000 Meter. In einem
hochklassigen und spannenden Wettkampf siegte die sympathische Marianne
Timmer aus den Niederlanden mit 1:16,05 vor Cindy Klassen (Kanada,
1:16,09). Und Anni gewann Bronze!
Das ist alles andere als eine Enttäuschung sondern eine Klasse Leistung. Das
sollte man anerkennen und sich mit Anni freuen.
Und ich freue mich ebenso wie Anni über den Sieg ihrer Freundin Marianne, die
einige Tage vorher noch über die 500 Meter disqualifiziert wurde und sich heute
auf solch eindrucksvolle Weise zurückmeldete. Und schön fand ich auch die "Anni,
Anni"-Rufe nach dem Rennen - dargeboten von den zahlreichen holländischen
Eislauffans. Das ist Olympia!
16.02.2006 Turin
GOLD! Sieg für die deutschen Damen im Teamwettbewerb! Was
für eine Leistung, was für eine Dramatik. Nachdem im Halbfinale die russische
Mannschaft überraschend deutlich mit fast 5 Sekunden Vorsprung geschlagen werden
konnte, ging es kurz nach halb sieben am Abend gegen die Kanadierinnen, die sich
klar gegen Japan durchsetzten.
Unsere Mädchen starteten furios und konnten ihren Vorsprung Runde für Runde
um einige Zehntel ausbauen. Kurz vor dem Ziel war klar, dass nur noch ein Sturz
den Sieg verhindern konnte. Wenig später liefen die "Golden Girls" mit 1,66
Sekunden Vorsprung ins Ziel.
Und das trotz aller dramatischen Umstände. Claudia hatte arg mit ihrem Asthma
zu kämpfen und Daniela (die erst vor wenigen Wochen geheiratet hatte) lief ihr
mittlerweile viertes hartes Rennen in zwei Tagen. Anni musste also vor allem
Lokomotive spielen und das gelang ihr hervorragend.
Ich freue mich für die Mädchen und bin sehr stolz auf diesen Erfolg. Und ich
glaube, dass dieser Sieg die nötige Lockerheit für die kommenden Aufgaben geben
wird. Herzlichen Glückwunsch an:
Anni Friesinger
Claudia Pechstein
Daniela Anschütz-Thoms
Sabine Völker
Lucille Opitz
Und wir wollen auch nicht vergessen, dass unsere Männer
Jens Boden, Tobias Schneider, Robert Lehmann, Stefan Heythausen einen guten 7.
Platz erreicht haben.
15.02.2006 Turin
Was für ein Wettkampf: der Teamwettbewerb der Frauen
hält, was er verspricht. Nachdem Sabine Völker, Daniela Anschütz und Lucille
Opitz mit der fünftbesten Zeit die Vorrunde gut überstanden, sahen sich Anni
Friesinger, Claudia Pechstein und Daniela Anschütz im Viertelfinale ausgerechnet
den Holländerinnen gegenüber.
Einen solch starken Gegner wollten unsere Damen nicht
gleich in dieser frühen Phase bekommen. Aber sie schafften die kleine
Sensation: mit mehr als zwei Sekunden Vorsprung distanzierten sie die Mannschaft aus den Niederlanden, in
der keine Geringeren als Renate Groenewold, Paulien van Deutekom und Ireen
Wüst liefen. Trotz einiger Wackler und der ständigen Sturzgefahr bauten
sie den am Anfang eroberten Vorsprung immer weiter
aus und siegten verdient. Das war eine großartige Leistung!
Nun steht morgen das Halbfinale an. Während es die Kanadierinnen mit den
Damen aus Japan zu tun bekommen, müssen sich unsere Mädchen mit der Mannschaft
aus Russland auseinandersetzen. Die Russinnen stellen eine starke und kompakte
Mannschaft. Wer neben Yekaterina Abramova laufen wird, ist noch unklar. Egal, ob
es sich um Galina Likhachova, Yekaterina Lobysheva, Varvara Barysheva
oder Svetlana Vysokova handelt - in jedem Fall wird das ein harter Kampf
werden. Nach den Zeiten der zwei ersten Läufe zu urteilen, sehe ich leichte
Vorteile auf der deutschen Seite und wenn die Leistung vom Viertelfinale
wiederholt wird, können wir das Finale erreichen.
Dort würde vermutlich Kanada auf unsere Damen warten. Die Läuferinnen aus
Nordamerika sind klare Favoriten im Kampf mit den Japanerinnen, die nur durch
einen Sturz einer norwegischen Läuferin das Halbfinale erreichten. Aber auch
hier kann man nicht wissen ...
Es wird sehr sehr spannend. Vermutlich bin ich aufgeregter, als unsere Frauen
auf dem Eis, aber ich werde nicht vergessen, Euch umgehend über den Ausgang zu
informieren.
15.02.2006 Turin
Gestern standen die 500 Meter der Damen auf dem
Programm. Und mit der Weltcupführenden Jenny Wolf hatten wir ein heißes Eisen im
Feuer. Sie hatte in der letzten Zeit an Konstanz gewonnen und stellte das mit
der besten Startzeit im ersten Lauf erneut unter Beweis. Doch leider
konnte Sie das Tempo nicht mit in die zweite und entscheidende Kurve mitnehmen
und landete so mit 47 Hundertstel Rückstand auf Platz 7.
Der zweite Lauf stand ganz im Zeichen der Aufholjagd. Hier war Jenny besser
und konnte sich insgesamt auf den 6. Platz vorschieben. Schade, aber angesichts
der starken Konkurrenz aus Russland, China, Japan und Korea kein Grund traurig
zu sein. Jenny hat gekämpft und eine gute Platzierung geholt. Ein weiterer Trost
dürfte sein, dass ihr der Weltcup in dieser Diszpiplin nicht mehr zu nehmen sein
dürfte.
14.02.2006 Turin
Es gibt etwas Neues im olympischen Eisschnellauf - den
Teamwettbewerb. Morgen und übermorgen geht es für die deutschen Damen
zunächst in die Qualifikation, dann in das KO-System und danach -
hoffentlich - bis ins Finale. Alle sind fasziniert von dem neuen Wettkampfmodell
gespannt über das Abschneiden unserer Teilnehmer angesichts der starken
Konkurrenz aus den Niederlanden und Kanada.
Und zum Auftakt geht es ausgerechnet gegen die Niederlande. Hier werden wohl
Daniela Anschütz, Lucille Opitz und Sabine Völker an den Start gehen. Dieser
erste Lauf legt dann auch die Startaufstellung für das Viertelfinale fest. Hier
werden Anni Friesinger und Claudia Pechstein in den Wettbewerb eingreifen. Als
Weltcupsiegerinnen sind sie mit Daniela Anschütz nach der Papierform der
Favorit. Aber es gilt, in jedem der 4 Rennen starke Gegnerinnen zu schlagen, um
die Goldmedaillen in Empfang nehmen zu können.
Gespannt und schon etwas aufgeregt ist
Eure Gunda
12.02.2006 Turin
Was für ein dramatischer Tag für die deutsche Mannschaft.
Die Rennrodler fuhren knapp an den Medaillen vorbei, Evi Sachenbacher durfte in
ihrer Paradedisziplin völlig unverständlich nicht starten (das Wort
"Schutzsperre" hat nun einen sehr sarkastischen Beigeschmack) und beim
Eisschnellauf reichte es für Anni, Claudia und Daniela "nur" zu den Plätzen
4 bis 6.
Das war tragisch. Es ist jetzt aber absolut nicht die Zeit, die
engagiert kämpfenden Sportlern zu kritisieren und sie dadurch unter noch
größeren Druck zu setzen. Denn noch bestehen Aussichten auf Medaillen und
Anni hat völlig recht, wenn sie in einem Interview meinte, dass man eben auf den
anderen Distanzen angreifen müsse. Und ich bin davon überzeugt, dass sie es
schaffen werden, die eine oder andere Medaille zu holen. Auch und
gerade gegen eine starke Konkurrenz vor allem aus den Niederlanden und
Kanada.
Unsere Läuferinnen brauchen jetzt unsere Unterstützung und sie werden sie von
den Fans in der wunderschönen Halle bekommen.
11.02.2006 Turin
Eingerahmt von den tollen deutschen Erfolgen im Biathlon
und der Kombination begannen die Wettkämpfe im Eisschnellauf. Auf dem Programm
standen zunächst die 5.000 Meter der Herren und ich konnte als Expertin für das
ZDF dabeisein.
Zunächst gab es einige Irritationen wegen dem Eis. Vor den Spielen konnte ich
es testen und kann sagen, dass die Gastgeber, unterstützt von einem der
weltbesten Eismeister, im Oval Lingotto einen guten Job gemacht haben.
Die 5.000 Meter waren der von allen erwartete spannende Krimi. Unser
teilnehmer Jens Boden schlug sich wacker und kämpfte engagiert um seine Chance
auf die 10.000 Meter. Dazu musste er Platz 16 erreichen, verfehlte aber diesen
Platz um einige Sekunden und wurde nach bravourösem Auftritt 20.
Vorn gewann der Amerikaner Chad Hedrick mit knapp 2 Sekunden Vorsprung
vor Sven Kramer (NED). Eine Art "Fotofinish" gab es beim Kampf um Platz 3.
Mit sage und schreibe 0,59 Sekunden setzte sich Enrico Fabris vor Carl
Verheijen (NED) durch und holte die erste Medaille für das Gastgeberland.
Das war ein gelungener Auftakt für die Wettkämpfe im Eisschnelllauf. Morgen
greifen über die 3.000 Meter unsere Damen uns Geschehen ein.
11.02.2006 Turin
Was für eine Eröffnungsfeier! Einfallsreich, bunt und
voller Charme. Im Gegensatz zu früheren Eröffnungen konnten die Sportler bereits
frühzeitig einmarschieren und mitten im Zentrum der riesigen Bühne an der
Zeremonie teilnehmen.
Die Gastgeber haben sich einiges einfallen lassen: eine einzigartige Form,
das olympische Feuer zu entzünden, Reisen durch die Geschichte des Piedmont,
eine Referenz an die Autostadt Turin (und natürlich an Ferrari) und andere
zahlreiche Präsentationen.
Besonders beeindruckend fand ich, wie die olympischen Ringe zusammenmontiert
wurden. Zuerst schienen viele "Arbeiter" an großen Lampenringen zu arbeiten und
auf einmal erstrahlte das Symbol der olympischen Spiele über dem Eingang, durch
den kurz darauf auch die farbenfrohe deutsche Mannschaft mit deutschen und
italienischen Fähnchen das Stadion betrat.
Genial fand ich auch die Idee, eine Sportart darzustellen. Von oben sah man
zunächst nur das Gewusel vieler Darsteller und eine Art Plane, die sich als
Schanze entpuppte. Von dieser "sprang" dann ein Skispringer - dargestellt von
etwa hundert Teilnehmern - und man konnte bis zur Landung alle Flugphasen
verfolgen. Klasse!
Berührend dann auch die Szene, in der an einer Wand Kletterer zunächst Sterne
darzustellen schienen und dann in atemberaubender Geschwindigkeit eine Taube
formten.
Alles in allem ein wunderschöner Auftakt für die zwanzigsten Winterspiele.
Und ich glaube, dass im Gegensatz zu allen Unkenrufen die Begeisterung für
Olympia keine Grenzen kennt.
07.02.2006 Turin
Nur noch drei Tage bis Olympia. Bin gerade angekommen
und werde Euch sobald wie möglich über alles wichtige informieren.
Eure Gunda.
26.01.2006 Erfurt/Turin
Nur noch wenige Tage, dann geht es los ...
Am 10.02.2006 beginnen die Olympischen Winterspiele in
Turin. Natürlich hätte ich die Spiele lieber als Athletin erlebt, wäre
mit der Mannschaft bei der Eröffnung im Stadio Communale gewesen, hätte im
Olympischen Dorf gewohnt und mich mit den Besten der Welt gemessen. Doch Dank
des ZDF
bin ich doch dabei und
darf einige der spannendsten Wettkämpfe mit moderieren.
Und das in einer wunderschönen Halle - dem Oval Lingotto. Gleich neben dem
olympischen Dorf mitten in der Stadt gelegen bietet es 8.000 Zuschauern Platz.
Hier finden alle Eisschnelllaufwettbewerbe statt, die das ZDF im Wechsel mit der
ARD überträgt. Gleich daneben befindet sich übrigens die alte und immer noch
imposante Anlage der FIAT-Werke mit der privaten Teststrecke. Die genauen
Termine findet hier hier.
Sobald ich dazu komme, werde ich Euch natürlich mit Bildern aus der tollen
Stadt, den Wettkämpfen und interessanten Menschen zur Verfügung stellen. Ich
freue mich riesig auf diese Aufgabe.
24.01.2006 Erfurt
Meine neuen Aufgaben
Nach meinem Rücktritt ist es an der Zeit, nach vorn zu
schauen. Neue spannende und interessante Aufgaben warten auf mich. Für das ZDF
werde ich in
der nächsten Zeit als Expertin und Co-Moderatorin unterwegs sein - vor allem bei
den bald beginnenden Olympischen Spielen.
Außerdem beginnt ab April meine neue Karriere als Trainerin in Thüringen. Es
ist eine große Herausforderung, junge Sportler zu trainieren, ihre
Leistungspotentiale zu entdecken und zu fördern, Werte zu vermitteln, Erfolge
und Niederlagen zu durchleben ... Kürzlich musste ich daran denken, wie dankbar
ich meinen Trainern war, die mehr taten, als Zeiten zu messen und mich
anzutreiben. Und ich musste auch daran denken, dass ich manchmal ganz schön
sauer war, wenn der Trainer anderer Auffassung war als ich oder noch ein paar
Runden mehr wollte. Und nun stehe ich bald auf der anderen Seite der Bande
...
Damit ich auch theoretisch auf dem neuesten
Stand bin, drücke ich bis April 4x im Monat berufsbegleitend in der Trainerakademie
in Köln die
Schulbank.
Alles in allem gibt es also viel zu tun. Ich halte Euch auf dem
Laufenden.